Einblicke ins FÖJ

Leben FÖJ’ler*innen in einer Selbstversorger-Kommune und flechten ihre Einkaufskörbe selbst?
Nein! FÖJ’ler*innen arbeiten und lernen während eines Freiwilligen Ökologischen Jahres in verschiedensten Bereichen der Ökologie.

Warum sollte ich ein Freiwilliges Ökologisches Jahr machen?
Du kannst das FÖJ nutzen um,

  • mehr über Umwelt- und Naturschutz zu erfahren
  • dich motiviert und aktiv am Schutz und Erhalt der Umwelt zu beteiligen
  • die Zeit zwischen der Schule und einer Ausbildung oder dem Studium sinnvoll zu nutzen
  • dich für deine weitere berufliche Zukunft zu orientieren
  • deinen Wohnort zu wechseln und neue Menschen kennen zu lernen
  • in „grüne“ Berufe hineinzuschnuppern
  • eigene Fähigkeiten in einem neuen Umfeld zu erproben und erweitern
  • eigene Vorstellungen zu überprüfen und neue Ideen zu entwickeln

Kann ich an einem FÖJ teilnehmen?
Zu Beginn eines FÖJ musst du Deine Vollzeitschulpflicht beendet haben, also mindestens 15 Jahre alt sein. Die obere Altersgrenze liegt bei 27 Jahren. Die Deutsche Staatsangehörigkeit ist keine Voraussetzung für die Teilnahme!

Einsatzstellen
Die Möglichkeiten des eigenen Engagements im FÖJ sind sehr weit gestreut, so dass für jede/n eine geeignete Einsatzstelle zu finden ist. Anbei sind einige Beispiele aufgeführt:

  • Naturschutz- Umweltschutzorganisationen
  • Jugendverbände mit ökologischen Projekten
  • Bildungsstätten
  • Umweltlabore
  • Unternehmen und wirtschaftsnahe Einrichtungen

Vordenken und Nachdenken im FÖJ
Das FÖJ ist als Bildungsmaßnahme konzipiert. Das zeigt sich unter anderem darin, dass in den 12 Monaten während eines Freiwilligen Ökologischen Jahres, ausserhalb der täglichen Arbeit, an 25 Tagen Seminare zu unterschiedlichen Themen stattfinden. Dabei befasst ihr euch sowohl theoretisch, als auch praktisch mit verschiedenen Umweltthemen (meist in 5 Seminare a 5 Tage unterteilt). Außerdem reflektiert ihr Eure Arbeit in den Einsatzstellen und lernt natürlich andere FÖJlerInnen kennen. Entsprechend dem FÖJ-Gesetz und den Seminarkonzeptionen sollen die FÖJlerInnen die Seminare aktiv mitgestalten und Inhalte bestimmen.

Die Träger stellen die verschiedenen Einsatzstellen zur Verfügung und haben dafür Sorge zu tragen, dass FÖJ’ler*innen während der 12 Monate lernen und sich weiterentwickeln. Reine nur Routinetätigkeiten sollen im FÖJ nicht verrichten werden. Ein FÖJ ist kein Praktikum für 12 Monate. Sollte dies nicht der Fall sein, besteht jederzeit die Möglichkeit sich an die pädagogische Betreuung beim Träger zuwenden. Viele FÖJlerInnen haben ausserdem die Möglichkeit ein eigenes Projekt in der Einsatzstelle zu bearbeiten!

Dauer eines FÖJ
Für ein FÖJ solltest du bereit sein dich volle 12 Monate zu engagieren. Nur bei wenigen Trägern ist es möglich kürzere oder auch längere Dienstzeiten zu leisten. Die Mindestdauer beträgt jedoch 6 Monate, bei einigen Trägern kann das FÖJ auf bis zu 18 Monate verlängert werden.

Entgelt während des FÖJ
FÖJlerInnen bekommen während der 12 Monate, je nach Bundesland, eine gewisse Menge Geld, das sich aus Taschengeld, Geld für Arbeitsbekleidung sowie aus einer Pauschale für Unterkunft und Verpflegung zusammensetzt. Da das FÖJ als Bildungsmaßnahme anerkannt ist wird zusätzlich Kindergeld (in Höhe von 154 Euro für das erste Kind) gezahlt. (Für weitere Kinder gelten andere Sätze).

Versicherungsleistung
Du bist während des FÖJ wie in einem regulären Arbeitsverhältnis angestellt, so dass die Beiträge für Kranken-, Pflege-, Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung vom Träger bezahlt werden.

FÖJ und Studienplatz
Das Jahr im FÖJ wird auf Wartezeiten für einen Studienplatz mit zwei Wartesemestern angerechnet, bei manchen Universitäten wird sogar dein Abiturschnitt verbessert. Informationen dazu findest du auf der jeweiligen Homepage.